Sonntagswort: Vierter Advent - Weihnachten - Silvester - Neujahr – 2021 / 2022

Eingereicht von MK am 21. Dez 2021 - 10:20 Uhr

Lukas 1,39-45
Der Evangelist Lukas liebt kleine Leute. Liebevoll und sehr ausführlich erzählt er als Einziger eine von vielem umrankte Geburtsgeschichte Jesu. Sogar von einem Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabeth erzählt er. Aber nicht um des Erzählens willen. Er hat einen Auftrag, den er sich selbst gestellt hat und den er erfüllen will.
Hier wird kein neuer Prophet erwartet, sondern das Heil der Welt. Auch Maria weiß das nun. Bei der Nachricht des Engels hatte sie noch gezögert. Aber Elisabeths Worte machen sie gewiss: Ich, Maria, trage das Heil der Welt in mir, den Heiland.
Es geht also ums Ganze, wenn Lukas ausführlich erzählt und auf manche Kleinigkeit Wert legt. Es geht Lukas darum, dass bald der zur Welt kommen wird, der keinen Stein des Denkens mehr auf dem anderen lässt. Der Heiland, der die Schwachen erhebt, den Mächtigen entgegentritt und die Hungrigen sättigt. Auf immer die gleiche Weise macht er das: mit seiner Liebe.
Eine Weise, die tatsächlich nie einen Stein des Denkens auf dem anderen belässt. Wo der Heiland hinkommt, zieht Liebe ein. Sie macht nicht reicher und nicht gesünder, sie stillt aber den schlimmsten Hunger. Nämlich den, sich nicht geliebt zu fühlen, nicht anerkannt zu werden. Jesus, der Heiland, beendet diese Scham und sagt uns: Du, Mensch, bist mir alles wert. Nun lebe so. Geachtet und geliebt!

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche
wünschen die Mitglieder des Pastoralteams

  • Sonntagsbrief Weihnachten - Neujahr 2021/22 [1]
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