Newsbeiträge » Pfarreiengemeinschaft

Info - Flyer für die Gemeinedemitglieder St. Maria Frieden

Eingereicht von MK am 29. Mai 2020 - 13:22 Uhr

Liebe Gemeindemitglieder in St. Maria Frieden,

seit Montag, 11.05.20, können wieder öffentliche Gottesdienste in unseren Kirchen gefeiert werden.

Unser Bischof schreibt dazu:
"Nach Wochen schmerzlicher Entbehrung dürfen wir wieder öffentliche Gottesdienste feiern.
Das ist wirklich ein Grund zur Freude.“

Auf der anderen Seite müssen wir die Gefahren, die unvermindert von dem Coronavirus ausgehen, weiter sehr ernst nehmen.
Daraus ergeben sich trotz der Lockerungen deutliche Einschränkungen für die Liturgie und die Pastoral.
Es wird keine schnelle „Normalisierung“ geben.

Der Pfarrgemeinderat St. Maria Frieden hat in einem Info - Flyer alle wichtigen Infos zusammengefasst,
damit Gottesdienste auch in dieser herausfordernden Zeit in unserer Pfarrkirche gefeiert werden können.

Der Flyer wurde an alle Gemeindemitglieder verteilt. 
Bitte halten sie sich an die genannten Regeln.

Bleiben Sie gesund.


Freiluftgottesdienst im Klostergarten

Eingereicht von ansgar am 29. Mai 2020 - 09:00 Uhr
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Weil sich die Natur, Gottes Schöpfung, im Moment besonders wunderbar zeigt,
und weil das Infektionsrisiko im Freien noch geringer ist,
möchten wir - sofern das Wetter mitspielt -
die Vorabendmesse am Sa., 06.06.20 um 17 Uhr im Klostergarten feiern.

Auch hierbei müssen die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften eingehalten werden.
Erforderlich ist auch die schriftliche Angabe der Kontaktdaten.

Der Gemischte Chor Harderberg sendet einen Gruß aus der Quarantäne

Eingereicht von mek_meyer am 27. Mai 2020 - 16:40 Uhr

Nach Wochen Corona bedingter Zwangs-Proben-Pause, wuchs bei uns immer mehr die Sehnsucht, endlich mal wieder zusammen zu singen. So entstand die Idee die technischen Möglichkeiten zu nutzen. Zum Klavierspiel unseres Chorleiters nahm sich jede*r Sänger*in beim Singen auf und am Computer setzten wir alles zusammen. Und so möchten wir Ihnen nun ganz herzlich den "Irischen Segenswunsch" schicken.
Machen Sie es gut und bleiben Sie gesund!


Kummerkasten in St. Maria Frieden – Ihr direkter Weg ins Pastoralteam

Eingereicht von markus am 12. Mai 2020 - 09:07 Uhr
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Liebe Gemeinde,
Neuerdings gibt es am Eingang des Pfarrbüros in St. Maria Frieden den „Kummerkasten“. In den Briefkasten des Pfarrbüros kann man anonym Anregungen, aber auch Kritiken loswerden. Dieser „Kummerkasten“ bietet aber auch die Möglichkeit, sich bei Sorgen und Problemen – eben bei Kummer - vertrauensvoll an Jugendreferentin Ann-Christin Pelke zu wenden. In diesem Falle ist der Name wichtig; nur so können wir unterstützen und helfen und Wege zur Hilfe suchen. Der Inhalt des „Kummerkastens“ wird ausschließlich von Jugendreferentin Ann-Christin Pelke gelesen. Bitte Kennzeichnen Sie den Brief für den Kummerkasten mit dem Wort „Kummerkasten“. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Brief nicht versehentlich von Dritten geöffnet wird. Alle Angaben werden diskret behandelt.

Gottesdienste wieder möglich!

Eingereicht von et am 10. Mai 2020 - 10:07 Uhr
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Besondere Hinweise für die Kolumbariumskirche Heilig Geist:

Da die Platzkapazität in der Heilig Geist Kirche sehr begrenzt ist, wird um eine Anmeldung für den Sonntagsgottesdienst! gebeten.

Für die Mittwochs- und Freitagsgottesdienste sowie für Wortgottesdienste jeder Art muss sich nicht angemeldet werden.

Die Anmeldung im Pfarrbüro ist möglich: Montags und Freitags, 09.00 - 11.00 Uhr und mittwochs, 16.30 - 18.30 Uhr.

Bitte frühzeitig zum Gottesdienst kommen. Wir empfehlen einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Der Zugang zum Gottesdienstraum sowie das Verlassen erfolgt bei allen Gottesdiensten unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m durch das Hauptportal.

Die automatische Seitentür ist nur für Gottesdienstbesucher mit Rollstuhl oder Rollator zum Betreten und Verlassen der Kirche.

Die Kommunionausteilung erfolgt in einer Reihe mit Abstand von 1,5 m durch den Mittelgang. Zurück in die Bank geht es jeweils von den Seiten.

Weitere Informationen, auch über die anderen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft, finden Sie im Sonntagsbrief vom 10.05.2020 auf der Startseite der Homepage der PGGO.


Absage aller Sommerfreizeiten

Eingereicht von markus am 09. Mai 2020 - 09:28 Uhr
Liebe Kinder, liebe Eltern,

leider müssen wir aufgrund der aktuellen Situation dieses Jahr die Sommerlager der ganzen Pfarreiengemeinschaft absagen. Die Pfarrerkonferenz hat auf Empfehlung des Bistums beschlossen, dass alle Freizeiten im Dekanat für dieses Jahr abgesagt werden. Der bereits geleistete Anmeldebeitrag wird natürlich zurück überwiesen. Alle Gemeinden versuchen, ein Alternativprogramm für Euch auf die Beide zu stellen. Leider können wir noch nichts genaueres sagen und müssen weiterhin auf die Bestimmung bis Juli abwarten. Wir alle sind sehr traurig darüber, aber tragen diese Entscheidung selbstverständlich mit. Bei Fragen und Anregungen könnt ihr Selbstverständlich mit der Zuständigen Lagerleitung oder der zuständigen Person aus dem Pastoralteam in Verbindung treten.

Eure Lagerleitungen und das ganze Team der Pfarreiengemeinschaft.

Moment mal… (Aus-) Zeit im Alltag

Eingereicht von markus am 26. Apr 2020 - 20:39 Uhr
Der Coronavirus beeinträchtigt unser Leben drastisch. Wir können unser Leben nicht mehr so leben, wie wir es sonst kennen. Das Leben steht seit Wochen quasi still, die Kirchen bleiben leer und Gottesdienste können nicht wie gewohnt gefeiert werden. An einen normalen Alltag ist nicht zu denken. Sorgen, Ängste und Hoffnungslosigkeit sind in der aktuellen Zeit nicht selten. Ich möchte Ihnen und Euch die Möglichkeit geben, ein paar Minuten im Alltag abzuschalten. Eine Auszeit zu nehmen und innezuhalten. Jede Woche werden neue Impulse im Schriftenstand der Kirche ausliegen. Ich lade Sie und Euch herzlich ein, diese mitzunehmen.
Jugendreferentin Ann-Christin Pelke

„Gottes Nähe spüren. Mit Jesus in einem Boot“ - Kommunionkinder haben fleißig gemalt

Eingereicht von ansgar am 24. Apr 2020 - 18:17 Uhr
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„Gottes Nähe spüren. Mit Jesus in einem Boot"

Das ist das Thema der Erstkommunionkinder 2019/2020. Dieses Thema passt auch sehr gut zur aktuellen Situation. In der Geschichte von der „Stillung des Seesturms“ (Markus 4,35-41) geht es um die Überwindung der Angst, Zeichen der Hoffnung, Zuversicht, Helfen und Teilen, sowie die Freundschaft mit Jesus Christus und seine unüberbietbare Nähe im Sakrament der Eucharistie. Die Erstkommunionkinder haben dies in ihren gemalten Bildern mit aufgenommen und möchten uns damit zeigen, dass die Liebe Gottes sichtbar und greifbar ist, auch in dieser schwierigen Zeit. Wir alle haben uns ganz sicher die letzten Tage und Wochen anders vorgestellt. Auch für die kommenden Wochen brauchen wir viel Hoffnung und Zuversicht. Lasst uns in dieser schwierigen Zeit das Füreinander spüren und die Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht weitergeben.

Jugendreferentin Ann-Christin Pelke


Erstkommunionfeiern werden verschoben und Wallfahrten fallen aus

Eingereicht von ansgar am 24. Apr 2020 - 18:06 Uhr
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Nicht nur in unserer Pfarreiengemeinschaft, sondern in den rund 200 Pfarrgemeinden des Bistums Osnabrück finden aufgrund der Coronakrise vorerst bis Ende August keine Erstkommunionfeiern und Firmungen statt.
Darüber hinaus sind im Bistum auch alle Wallfahrten bis einschließlich August abgesagt. Das betrifft u.a. die Familienwallfahrt nach Wietmarschen (Grafschaft Bentheim) im Mai, die Männerwallfahrt nach Rulle (Landkreis Osnabrück) im Juni, die Telgter Wallfahrt im Juli und die Mariä-Himmelfahrt-Wallfahrt nach Clemenswerth (Landkreis Emsland), im August.


Kolping-Gebrauchtkleidercontainer verschlossen

Eingereicht von ansgar am 20. Apr 2020 - 09:18 Uhr
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Die Kolpingsfamilien teilen mit, dass die Verwertung und Verwendung von Gebrauchtkleidern aufgrund der Corona-Krise nahezu völlig zum Erliegen gekommen ist. Mittlerweile erschweren zudem Maßnahmen wie Versammlungsverbote und andere behördliche Anordnungen das reibungslose Einsammeln von Gebrauchtkleidern in die dafür vorgesehenen Container.
Der Bedarf von tragbarer Second-Hand-Kleidung aber auch von Produkten im Bereich des Recycling- und Putzlappensegmentes, ist aktuell nicht vorhanden. Hinzu kommt auch, dass die in der Vergangenheit gesammelten Mengen dafür gesorgt haben, dass die Depots mehr als gefüllt sind. Aus diesem Grund müssen die Kolpingsfamilien vorrübergehend die Containersammlung einstellen. Die Verantwortlichen bitten um Verständnis und appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Gebrauchtkleider so lange zu Hause aufzubewahren, bis eine Sammlung wieder möglich ist.


Fleißige Kommunionkinder

Eingereicht von ansgar am 15. Apr 2020 - 17:43 Uhr
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sind während der Ostertage nicht untätig geblieben
und haben entweder ausdrucksstarke Bilder zum Kreuzweg Jesu gemalt
oder ihn plastisch in Szene gesetzt.
Hier zeigen wir nun die Ergebnisse.
Außerdem noch mit dabei eine Collage mit Bildern einiger Erstkommunionkindern aus St. Maria Frieden,
die Bilder zu ihrem Erstkommunionthema "Mit Jesus in einem Boot" gemalt haben.
Vielen Dank für euer Engagement!

Erstkommunionfeiern in unserer Pfarreiengemeinschaft verschoben

Eingereicht von ansgar am 14. Apr 2020 - 11:28 Uhr
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Wegen der Corona-Krise werden die Erstkommunionfeiern verschoben.
Die neuen Termine:
So., 20.09.20 Heilig Geist und St. Peter & Paul
So., 27.09.20 St. Johann/St. Marien und St. Maria Frieden

Tagebuch unserer Pastoralreferentin Angelika Tautz während der Corona-Krise

Eingereicht von at am 01. Apr 2020 - 21:28 Uhr
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Liebes Gemeindemitglied,

schön, dass Sie wieder dabei sind und Interesse an meinem Tagebuch zeigen. Ich hoffe, Sie sind wohlauf und gesund. Uns allen wünsche ich gesegnete Pfingsttage. Möge der Hl. Geist uns mit seinen Gaben reich beschenken!

Samstag, 30. Mai

Kurz vor Pfingsten bin ich nach einer längeren Pause mit meinem Tagebuch wieder zurück. Inspiriert vom Hl. Geist. Vor mir ein wolkenloser blauer Himmel. Der Himmel lässt mich nicht los. Nicht nur der geografische Himmel. Auch der Himmel als Wohnung Gottes. Wie mag es dort wohl aussehen? Ich erinnere mich noch daran, wie ich als Kind im Religionsunterricht dazu aufgefordert wurde, ein Bild davon zu malen, wie ich mir den Himmel vorstelle. Da ich schon immer sehr kreativ war, habe mir den Himmel in den schönsten Farben ausgemalt. Mit einer saftig grünen Wiese und herrlich bunten Blumen darauf. Was für Vorstellungen hatten Sie als Kind vom Himmel? Für mich war der Himmel etwas sehr Schönes und Buntes. Auch heute noch ist der Himmel etwas unglaublich Schönes für mich, das all meine Vorstellungskraft sprengt. Auch wenn ich heute weiss, dass keiner unserer bildhaften Vorstellungen je an den Himmel, wie er wirklich sein wird, heranreicht, finde ich die Idee, den Himmel zu malen einfach schön. Sie laden uns ein zu träumen. Auch in der Bibel finden wir zahlreiche Bilder vom Himmel. Das Bild vom neuen Jerusalem, von der Braut und dem Bräutigam (vgl. Off. 21). Weiter heisst es dort: Im Himmel wird es keine Tränen, keine Schmerzen und kein Leid mehr geben. Alles Böse und alles Leid, das wir auf Erden kennen, wird überwunden sein. Wunderbare Aussichten also. Oder bei Jesaja heisst es, dass dann Wolf und Lamm nebeneinander wohnen. Der Panther beim Böckchen lagert. Kalb und junger Löwe gemeinsam weiden. Kuh und Bär gemeinsam grasen“ (vgl. Jes. 11,6-9). Ein friedvolles Miteinander.

Solange wir auf Erden leben, hat Jesus seine Jünger und damit auch uns beauftragt, sein Lebenswerk fortzusetzen. Nachdem er zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt ist. Auch wir sollen wie die Jünger ein Stück Himmel zu den Menschen zu bringen. Eine schöne Aufgabe, die uns kreativ sein lässt. Und immer wieder neu darüber nachdenken lässt, wie es uns gelingt, den Menschen den Himmel auf Erden nahe zu bringen. Dazu bedürfen wir insbesondere der Kraft des Hl. Geistes. Alleine können wir es nicht schaffen. Vertrauen wir also auf die Kraft des Hl. Geistes. Er schickt uns manchmal gerade dorthin, wo wir gebraucht werden. Vielleicht haben Sie es - wie ich - auch schon erlebt, dass Sie im richtigen Augenblick Hilfe erfahren haben. Manchmal sagen wir „Dich hat der Himmel ge- schickt“. Wenn wir unerwartet Besuch bekommen, über den wir uns freuen. Oder wenn uns ein lang ersehnter Anruf oder Brief erreicht. Mit einer vielleicht erlösenden Nachricht. Wenn Liebende aufeinander treffen. Erinnern Sie sich noch an Begegnungen mit einem geliebten Menschen? Es gibt Augenblicke im Leben, da fühlen wir uns manchmal wie im siebten Himmel und würden diesen Moment am liebsten für immer festhalten. Momente in denen wir uns glücklich fühlen und die Welt um uns herum versinkt. Der Hl. Geist ist es, der uns wie der Wind antreibt Gutes zu tun und für andere da zu sein. Auch draussen weht heute der Wind. Es ist viel in Bewegung. Auch mein kleines Windrad auf meinem Balkon. An Pfingsten beten wir um die Kraft des Hl. Geistes, damit wir als Christen das, was Jesus auf Erden begonnen hat, auch in seinem Sinne weiterführen können. Mit den Gaben des Hl. Geistes. Dazu gehören auch Ideenreichtum, Phantasie und Kreativität, damit die Menschen auf das Wort Gottes wieder neu aufmerksam werden und die Botschaft Jesu durch uns weiter in die Welt hinausgetragen wird. Bitten wir Gott darum, dass uns das mit der Kraft des Hl. Geistes immer mehr gelingt.


Herr, kurz vor Pfingsten bereiten wir uns auf die Ankunft des Hl. Geistes vor. Nur mit seiner Kraft und Stärke können wir den Glauben an dich und deinen Vater an andere weitergeben. Hilf uns und deiner Kirche nicht zu erstarren, sondern lass sie mit Ideenreichtum und Begeisterung deine frohe Botschaft zu den Menschen zu tragen. Lass die Menschen durch das Wirken des Hl. Geistes neu aufmerksam werden auf das, was du uns zu sagen hast. Amen.

Mittwoch, 20. Mai

Heute morgen gegen 7.00 Uhr zeigt sich mir, ähnlich wie gestern, wieder eine dichte Wolkendecke. Draussen ist es angenehm frisch. 15 Grad. Die Vögel haben übrigens schnell dazu gelernt. Sie verausgaben sich nicht mehr mit ihren Stimmen und singen verhaltener als sonst. In dieser Lautstärke ist es ein umso schönerer Gesang. Dafür quakt der Frosch im Nachbarteich heute umso lauter. Recht hat er, dass er mich daran erinnert, dass es ihn auch noch gibt. Bis jetzt habe ich ihm einfach zu wenig Beachtung geschenkt. Das hat er nicht verdient. Ich frage mich, wie wohl so ein Leben als Frosch sein mag? Ob er es leicht oder schwer hat? Keine Ahnung! Mein Element ist es jedenfalls nicht, das Wasser. Ich bin ein typisches Landkind. Möchte nicht wie der Frosch im Wasser leben. Immerhin kann er auch an Land gehen, wenn er genug vom Wasser hat. Was ist eigentlich Ihr Element? Sind Sie in Ihrem Element, wenn Sie im Wasser schwimmen? Nach und nach öffnen auch die Schwimmbäder wieder, damit die Menschen ihrer Lust am Schwimmen nachgehen können. Auch dort gibt es natürlich zurzeit Vorschriften für Betreiber und Besucher.

Ich denke an Gott, der auch das Land vom Wasser getrennt hat. In Gen 1,10-11 heisst es: „Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es. Das Trockene nannte Gott Land und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war!“ Ich denke an die schönen Urlaube, die ich schon am Meer verbracht habe. Auch die Unterwasserwelt ist eine wunderbare und ganz eigene Welt, in der es für die Taucher und Weltmeeresforscher viel zu entdecken gibt. Eine Welt, die es ebenfalls zu bewahren gilt und die nicht durch Umweltverschmutzungen achtlos zerstört werden sollte. Gerade meldet sich der Frosch wieder. Ich bin von ihm abgekommen. Da fällt mir eine schöne Geschichte ein. Vielleicht fühlt sich „mein“ Frosch dann mehr gewürdigt:


Als Bruder Benno betete, fühlte er sich durch das Quaken eines Ochsenfrosches gestört. Er versuchte, es nicht zu beachten. Doch umsonst. Wütend schrie er aus dem Fenster: „Ruhe! Ich bete gerade“.

Bruder Bruno war ein Heiliger, und so wurde sein Befehl sofort befolgt. Alle Kreatur verstummte. Damit eine dem Gebet dienliche Stille einkehren konnte. Aber nun drängte sich ein anderer Laut in Brunos Gebete. Eine innere Stimme, die ihm sagte: „Vielleicht gefällt Gott das Quaken dieses Frosches genauso wie der Gesang deiner Psalmen“. Was kann Gott am Quaken eines Frosches gefallen?“, erwiderte Bruno spöttisch. Doch die Stimme gab nicht nach. „Warum glaubst du, hat Gott diesen Laut geschaffen?“ Bruno beschloss, eben dies heraus zu finden. Er beugte sich aus dem Fenster und befahl: „Sing!“ Das bedächtige Quaken des Frosches erfüllte wieder die Luft. Es wurde von allen Fröschen der Nachbarschaft vielstimmig aufgenommen. Und als Bruder Bruno die Laute auf sich wirken liess, klangen die Stimmen durchaus nicht mehr schrill, sondern verschönerten tatsächlich die morgendliche Stille. Da er sich nicht mehr gegen das Quaken der Frösche sträubte. Diese Entdeckung brachte Bruder Brunos Herz in Einklang mit dem Universum. Und er verstand zum ersten Mal in seinem Leben, was Beten heisst!“


Herr, danke für die Vielfalt der Schöpfung. Für die vielen unterschiedlichen Laute der Tierwelt. An Land und im Wasser.

Danke auch für das Quaken der Frösche, mit denen ich lebe.

Hilf uns unsere Schöpfung zu bewahren. An Land und im Wasser.

Lass Tier und Mensch in Frieden miteinander leben. Amen.

Dienstag, 19. Mai

Draussen ist der Himmel bedeckt. Es ist drückend und schwül. 20 Grad um 9.00 Uhr. Mal sehen, was der heutige Tag bringt. Im Mai besuche ich in unserer Kirche regelmässig die Gottesmutter, die wir Katholiken in diesem Monat besonders verehren. In jungen Jahren habe ich noch erlebt, wie die Kirche Maria auf einen riesengrossen Sockel gestellt hat. Fern und unerreichbar für viele. Ob es Maria wohl recht war, was man nach ihrem Tod im Laufe der Jahrtausende aus ihr gemacht hatte? Mir erschwerte das den Zugang zu ihr. Mit meinem eigenen Leben schien sie wenig zu tun zu haben. Bis ich für mich eine neue und ganz andere Maria entdeckte. Eine Maria, die mir als Mensch, als Mutter, als Freundin, als Schwester nahe gekommen ist. Eine Maria, die, wie Sie und ich, das wirkliche Leben kennen gelernt hat. Mit all seinen Höhen und Tiefen. Und die ihr Leben, so wie es gekommen ist, angenommen hat. Eine Frau, die an ihrem Leben und in ihrem Glauben an Gott gewachsen ist. Durch alle Zweifel, Unsicherheiten, Ängste und Schmerzen hindurch. Eine Frau, die bis zuletzt an Gott festgehalten hat. Auch unter dem Kreuz. Eine Frau, von der ich viel lernen kann. Maria zeigt mir, wie ich mein Leben meistern kann. Durch alle Krisen hindurch. Auch jetzt in der Corona-Krise. Sie ist nicht nur die Mutter Jesu, die Mutter Gottes, sondern auch unsere Mutter. Ihre und meine. Sie hat viel durchlebt, durchlitten und durchweint. Als junges Mädchen hatte sie, wie viele andere Mädchen ihrer Zeit, Wünsche, Hoffnungen und Träume. Dazu gehörte ganz sicher nicht, ein uneheliches Kind zur Welt zu bringen. Das war damals genauso eine Schande, wenn nicht noch schlimmer, wie vor über 40 Jahren, als ich Kind und Jugendliche war. Auch heute noch fürchten sich junge Mädchen vor ihren Eltern, wenn sie ungewollt schwanger werden. Dabei brauchen sie gerade dann die Familie am meisten. Das Leben verläuft nicht immer nach Plan. Auch Maria hat das erfahren müssen. Gott hat ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Nach aussen hin war damals nicht zu erkennen, dass Gott da am Wirken war. Mich macht das sehr nachdenklich. Es lässt mich innehalten und überlegen, ob da, wo sich das Leben uns so völlig anders zeigt, als wir es geplant haben, nicht auch Gottes Plan dahinter stecken könnte. Seine Pläne zu durchschauen, fällt mitunter sehr schwer. Und wer könnte schon von sich behaupten, Gott zu verstehen? Selbst Maria konnte ihren eigenen Sohn oft genug nicht verstehen. Doch es gibt Augenblicke in unserem Leben, da offenbart sich Gott uns. Auf vielerlei Weise. So wie er sich zum Beispiel Maria offenbart hat, durch einen Engel. Also in einer ganz persönlichen Gottesbegegnung. Gott kann mir zum Beispiel in einem neuen Gedanken begegnen, der sich mir erschliesst und den ich vorher so noch nie gehabt habe. Oder durch einen Mitmenschen, der mir von Gott erzählt. Durch ein Wort der Hl. Schrift. Auch wenn ich es schon oft gehört habe. Aber auf einmal berührt es mich. Und ich erfasse vielleicht den Sinn und die Bedeutung völlig neu. Oder durch den Empfang der Hl. Kommunion. Es gibt Momente, in denen ich spüre, Gott meint mich. Mich ganz persönlich. Auch wenn es noch so viele andere Menschen um mich herum gibt. Aber in diesem Augenblick kann es sein, dass Gott alle anderen vergisst und nur mich sieht. Und ich selber darf in diesem Augenblick auch alle anderen um mich herum vergessen und mich nur von Gott angeschaut fühlen. Weil ich ihm wichtig bin. Vielleicht kennen Sie solche Momente. Ergreifende Momente der Gottesbegegnung. Auch Maria muss solche Momente gehabt haben. Sie muss gewusst haben. Ich bin von Gott gemeint. Und kein anderer. Gott meint es gut mit uns. Mit Ihen und mir. Auch wenn es nicht immer danach aussieht. Und unsere ganzen Lebenspläne manchmal über den Haufen geworfen werden. Wie bei Maria.

Maria, du bist nicht nur die Mutter Gottes, sondern auch unsere Mutter. Bitte für uns, dass wir, wie du, an Gott festhalten. Auch in schweren Zeiten. Bitte für uns, dass wir lernen ja zu sagen zu Gottes Plan. Auch wenn er unzumutbar erscheint. Bitte für uns ja zu sagen zu dem, was unabänderlich ist. Auch ja zu sagen zu der Stunde unseres Todes. Bitte für uns, du unsere Mutter, Schwester und Freundin, dass wir einmal die Herrlichkeit Gottes schauen. Amen.

Montag, 18 Mai

Die Kapazitäten zur Teilnahme an den Gottesdiensten in unseren Kirchen waren Samstag wie Sonntag längst nicht ausgeschöpft. In Zeiten wie diesen, finde ich es wichtig, jedem selber die Entscheidung zu lassen, wann er wieder daran teilnimmt. Niemand kann wissen, wann die Zeit für den anderen reif ist, um sich sicher zu fühlen. Wer möchte, kann also auch weiter die Hl. Messen am Fernseher oder über Internet mitfeiern. Gerade in Corona-Zeiten wird mir neu bewusst, wie unterschiedlich wir Menschen sind. Und wie unterschiedlich wir auf bestimmte Situationen reagieren. Neben Gefährdeten, gibt es Mutige, ganz Mutige, weniger Mutige und Angst-Hasen. Wozu gehören Sie? Ich bin eine Mischung aus sehr mutig und Angst-Hase. Alle dürfen so sein, wie sie sind. Auch wenn jemand anders ist als der andere. Niemand kann aus seiner eigenen Haut heraus. Und niemand steckt in der Haut des anderen. Das gilt es in meinen Augen zu respektieren. Vor allem unter Christen.

Heute zehre ich noch von gestern. Ich habe eine wunderbare Radtour durch die Natur gemacht. Mit meinem Fahrrad im Kofferraum habe ich eine Route gewählt, auf der nicht viel los war. Gegen 13 Uhr bin ich mit dem Rad am Mittellandkanal in Büren gestartet. Dann ging es an Halen vorbei, Richtung Wersen, an der Hase. Von dort entlang einer alten Bahnlinie wieder Richtung Mittellandkanal nach Bramsche. Ich wundere mich, wieviele Schiffe am Mittellandkanal liegen. Als ich abbiege und über eine Kanalbrücke Richtung Hase radle, komme ich an einigen Schafherden vorbei. Auf einmal entdecke ich eine ganz besondere Sorte Schafe. Sie tragen an den Beinen Ringelsocken. In schwarz-weiss. Sieht total witzig aus. Haben Sie solche Schafe schon mal gesehen? Ich erinnere mich an die Ringelsocken aus meiner Kind- und Jugendzeit, die ich so gerne getragen habe. 1 Paar habe ich heute noch. Auch in schwarz-weiss. In Bramsche angekommen, geht es nach einer Pause auf einem anderen Weg zurück. Über Achmer. Vorbei an einer herrlichen Heidelandschaft. Im Geiste stelle ich mir vor, wie sie in 3 bis vier Monaten hier am Blühen ist. Das muss ich mir dann unbedingt anschauen. Ich bin begeistert, in was für einer abwechslungsreichen Gegend wir wohnen. Ein Stück weiter raus zu fahren hat sich für mich gelohnt. Mit dem Fahrrad habe ich eine Reisegeschwindigkeit, wo auch meine Seele nachkommen kann. Ich rausche nicht an der Landschaft vorbei, sondern nehme alles in Ruhe wahr. Die Natur und Anderes. Weiter geht’s vorbei an den vielen Hallen, wo die Segelflugzeuge gelagert sind. Auf dem Flugplatz ist natürlich nichts los. Ein völlig ungewohntes Bild. Wenn ich den Platz in der Vergangenheit aufgesucht habe, habe ich überall Flugzeuge am Himmel gesehen. Heute radle ich weiter, vorbei an Bäumen, der Wersener Heidelandschaft und an Feldern und Wäldern. Zurück zu meinem Auto. Dort zeigt mir mein Fahrradtacho 45 km an. Das reicht für heute. Ich bin immer wieder überrascht, wieviele Kilometer man problemlos mit dem Rad, auch ohne E-Bike, zurücklegen kann. Und wieviel Schönes es dabei zu entdecken gibt. Nachdem ich mich draussen in der Natur aufgehalten habe, fülle ich zuhause meinen Flüssigkeitsbedarf mit einem Natur-Radler auf. Dann lege ich mich früh schlafen. Schliesslich habe ich noch Schlaf von gestern nachzuholen.

Die Vögel haben mir den Gefallen getan und mich heute ausschlafen lassen. Wunderbar. Als ich morgens meinen Müll runterbringe und zuzrückkehre, zeigt sich ein Strahlen auf meinem Gesicht. Mein Haustier ist wieder da. Das Reh. 7 m von mir entfernt. Es frühstückt mal wieder im verwilderten Garten des Nachbarn. Als es mich sieht, schauen wir uns gegenseitig liebevoll an. Dann frisst es in Ruhe weiter. Ich gehe zurück ins Haus, um mich an die Arbeit zu machen. Maiandacht und die Predigt für nächsten Sonntag vorbereiten. Sowie eine Beerdigung für Freitag. Auch den Tagebucheintrag möchte ich, wenn es die Zeit erlaubt, weiter schreiben. Vor allem für diejenigen, die zurzeit nicht am Gottesdienst teilnehmen. Auch Ihnen möchte ich auf diesem Wege verbunden bleiben.


Danke, Herr, für diesen guten Morgen. Danke für jeden neuen Tag. Danke, dass du mir die Augen geöffnet hast für all das Schöne um mich herum. Danke für meine Arbeitsstelle. Danke für die Menschen, die mir begegnen und für die ich da sein darf. Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen darf. Auch die meiner Mitmenschen. Führe mich und alle, die auf dieser Welt leben, gut durch diesen Tag. Amen.


Sonntag, 17. Mai

Nach der gestrigen Frühschicht mit den Vögeln bin ich früh schlafen gegangen. Diesmal eher als die Vögel. Heute morgen um 5 Uhr haben sie mich wieder durch das offene Schlafzimmerfenster geweckt. Die frühen Vögel können mich mal, denke ich. Drehe mich um und versuche weiter zu schlafen. Doch daran ist nicht mehr zu denken. Bei dem Krach, den sie veranstalten. Dazu noch am heiligen Sonntag. Dem Ruhetag. Wo ich endlich mal ausschlafen könnte. Doch ich kann ihnen nicht böse sein, nach dem gestrigen wunderbaren Erlebnis. Also höre ich mir ihr Gebrüll weiter an. Plötzlich nach 20 Minuten wird es weniger. Ich denke, ich höre nicht recht. Wird es wirklich leiser oder ist es reines Wunschdenken von mir. Tatsächlich, die Vogelstimmen sind verklungen. Alles ist ruhig, bis auf ein zaghaftes Piepsen ab und zu. Unfassbar. Was ist denn jetzt los? Haben die Vögel etwa meine Gedanken erraten? Oder ist ihnen die Luft ausgegangen? Sie scheinen sich verausgabt zu haben. Mich wundert es nicht. Das hält ja selbst der stärkste Vogel nicht aus, so wie die kleinen Vögel heute morgen aus Leibeskräften gebrüllt haben. Jeder muss mit seinen Kräften haushalten. Wie oft vergessen wir das. Nicht nur wir Menschen. Auch die Vögel wie mir scheint. Keiner hat unbegrenzt Kraft zur Verfügung. Auch wenn wir uns das mitunter wünschen. Um mehr zu schaffen und zu leisten. Fest steht: Jeder von uns hat genügend Kraft. Aber nicht jeden Tag gleich viel. Es gibt Tage, da fühle ich mich stark genug. Als könnte ich Bäume ausreissen. Dann wiederum gibt es Tage, da ist meine Kraft weitaus geringer. Mitunter gibt es sogar Tage, da fehlt mir schon die Kraft zum Aufstehen. Ich muss mich dazu zwingen. Faszinierend finde ich, dass das eigentlich nichts Neues ist. Denn schon in der Bibel bei Jesaja 40 steht: Dass Gott jedem von uns unterschiedlich viel Kraft gibt. Dem einen gibt er Kraft wie für einen Marathonlauf, dem unser Leben mitunter gleicht. Dem anderen steht weniger Kraft zur Verfügung. Aber so viel, dass er den nächsten Schritt tun kann. Entscheidend ist, dass Gott jedem Kraft genug gibt. Und zwar soviel wie er in seiner Unerforschlichkeit für richtig hält. Das heisst, wir tun anderen Unrecht, wenn wir erwarten: Das, was ich leiste, hat der andere auch zu leisten. Wie schnell schliessen wir von uns auf andere. Beruhigend ist, dass Gott uns allen so viel Kraft gibt, dass wir am Ende alle unser Lebensziel erreichen. Und wenn wir mit unserer eigenen Kraft am Ende sind, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns neue Kraft gibt.

Die Vögel tun mir schon fast leid. Dass sie sich so verausgabt haben und völlig erschöpft sind. Vielleicht waren sie auch zu übermütig. Auch das kenne ich nur zu gut. In guten Zeiten denke ich manchmal: Mich kann nichts umhauen. Wie schnell gehe ich dann über meine eigenen Kräfte. Bis ich später die Quittung dafür bekomme. Es ist nicht leicht, immer die richtige Balance zu finden. Auch in Corona-Zeiten.


Ich bin erstaunt, was für tolle Lehrmeister die Vögel sind. Ich muss sie nur aufmerksam beobachten. Danke, dass ihr mit mir lebt. Aber eine Bitte noch: Könnt ihr mich morgen etwas länger schlafen lassen. Das wäre sehr nett. Und vielleicht habt ihr ja wie ich heute etwas dazugelernt. Wie wichtig es ist, mit seinen eigenen Kräften zu haushalten.


Danke, Herr, dass Du mich heute durch deine Schöpfung neu daran erinnert hast, dass ich mit meinen eigenen Kräften haushalten muss. Ich nicht ununterbrochen über meine eigenen Kräfte hinausgehen darf. Lass mich lernen, auf meinen Körper zu hören und die richtige Balance zu finden, zwischen Arbeit und Ruhe. Schenke mir neue Kraft, wenn ich mit meiner eigenen Kraft am Ende bin. Lass mich heute und morgen mit neuer Kraft in den Sonntag und in die neue Woche starten. Gib mir immer so viel Kraft, wie ich brauche. Amen. 



Samstag, 16. Mai

Hurra. Heute habe ich es endlich geschafft. Ich bin vor den Vögeln wach geworden. 4.00 Uhr. Aber eher zufällig. Nicht geplant. Da fällt mir mein Vogelprojekt ein. Ich hatte Ihnen ja versprochen, es hinzubekommen. Auf dem Balkon empfängt mich eine andächtige Stille. Die Vögel sind wahrscheinlich schon wach. Auch wenn ich sie noch nicht höre. Ich könnte mir vorstellen, dass sie nicht gleich anfangen zu singen, wenn sie wach sind. Auch sie brauchen vielleicht, genau wie wir, etwas Anlaufzeit. Müssen sich erst mal recken und strecken. Plötzlich höre ich ein Flüstern in den Bäumen. Doch die Herren der Lüfte halten dagegen. Vom Wald her höre ich laute Rufe von grossen nachtaktiven Vögeln. Noch haben sie das Sagen. Doch dann übernehmen die kleinen Vögel die Regie. Klein, aber oho. Erstaunlich, welch gewaltige Stimmkraft sie haben. Wissen Sie, wieviel Dezibel dahinter stecken? Die Laute aus dem Wald rücken in den Hintergrund. Innerhalb kurzer Zeit mehren sich die vielen kleinen Vogelstimmen. Bis alle Vögel in den Gesang mit einstimmen. Und ich, der komischste „Vogel“, mittendrin. Ein beglückender Moment. Die Natur ist erwacht. Ein neuer Morgen ist mir geschenkt. Danke, lieber Gott, dass ich das miterleben darf. Übrigens solche „Wecker“ wie die Vögel finde ich richtig angenehm. Sie brüllen nicht gleich los wie mein eigener Wecker, der so schrecklich klingt, sondern fangen leise an und werden immer lauter. Bis alle wissen, jetzt ist endgültig Zeit aufzustehen. Ich denke an meinen Vater. Er war Hobby-Ornithologe und kannte sehr viele Vogelstimmen. Schade, dass er jetzt nicht bei mir ist und das miterlebt. Aber wahrscheinlich erlebt er gerade noch etwas viel Schöneres, von dem ich noch nicht einmal weiss, dass es das überhaupt gibt. Trotzdem sehne ich ihn mir in solchen Momenten wie diese herbei. Ich spüre meinen Schmerz über seinen Verlust neu. Als Jugendliche habe ich mich für die Natur noch nicht so interessiert. Da war ich ein Stadtkind. Wollte raus in die Welt und was erleben. Wenn mein Vater jetzt wüsste, wie sich seine Tochter gewandelt hat. Aber wahrscheinlich weiss er es längst. Wer Kinder hat, weiss, dass sie sich im Leben Gott sei Dank ändern. Man braucht nur Geduld. Viel Geduld. Wie Gott. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass wir uns ändern. Ein Hinweis darauf, dass auch Eltern nie die Hoffnung aufgeben sollten, dass ihre Kinder sich im Laufe des Lebens ändern. Selbst wenn sie nicht wissen, ob sie es hier auf Erden noch miterleben werden.

Im Osten geht langsam die Sonne auf. Das Bild am Himmel ändert sich ständig. Südöstlich über dem Wald sehe ich anfänglich nur die Spitze des Mondes. Bis er sich mir nach und nach in seiner vollkommenen Grösse und Schönheit zeigt und wandert. Was für ein himmlisches Bild. Drei Schichten lagern am Himmel übereinander. Ganz oben der helle Himmel, darunter eine schwarze Decke, weiss durchbrochen, und dann das Morgenrot. Einige Zeit später sehe ich in der Mitte nur noch eine vollkommen schwarze Wolkendecke. Grandios. So bleibt es einige Zeit. Bis die Sonne endgültig aufgegangen ist am Himmel. Inzwischen ist es gegen 6.00 Uhr morgens. Wieviel ich heute morgen schon erlebt habe. Dafür nehme ich gerne in Kauf, zu früh aufgewacht zu sein. Wenn ich müde werde, kann ich mich auch am Tage hinlegen. Ich muss ja heute nicht arbeiten. Jedenfalls bin ich nun hellwach wie die Vögel. Frohgelaunt starte ich in den Samstag. Was ich heute früh erlebt habe, möchte ich nicht missen.

Gott, danke für diesen wundervollen Morgen und neuen Tag. Es war eine helle Freude für mich dabei sein zu dürfen, wie die Natur und deine ganze Schöpfung erwacht. Du hast alles ins Leben gerufen. Du allein entscheidest, wie es weiter geht, im Himmel wie auf Erden. Vor deiner Grösse brauchen wir uns nicht zu fürchten. Du liebst uns. Das dürfen wir in vielen Augenblicken immer wieder neu erleben. Auch jetzt in diesem Augenblick, den du mir schenkst, fühle ich mich dir ganz nahe. Gib, dass ich davon zehre. Besonders in schweren Zeiten, wenn du mir fremd wirst, und ich deine Nähe nicht mehr spüre. Hilf mir, bei allem Schweren im Leben, deine Wunder auf Erden nicht zu übersehen. Amen.

Freitag, 15. Mai

Heute morgen hat es mich kalt erwischt. Draussen regiert die kalte Sofie. Aber nur für einen Tag. Dann sind die Eisheiligen vorüber. Es soll zum Glück wieder wärmer werden. Heute wird für mich das Wochenende eingeläutet. Ich freue mich darauf. Zeit zur freien Verfügung zu haben. Auch das muss sein. Zuhause liegengebliebene Dinge und den Haushalt zu erledigen. Auch wenn Gott jedem von uns gleich viel Zeit gegeben hat, hat trotzdem jeder unterschiedlich viel Zeit. Während die einen zuviel Zeit haben, rennt anderen die Zeit davon. Auch in Corona-Zeiten.

Wer viel arbeitet, hat ein Recht auf freie Zeit, in der er innerlich auftanken und für seine Familie dasein kann. Deshalb setzen sich unsere Kirchen für Ruhezeiten ein, in denen die Geschäfte geschlossen bleiben. Aber auch für die, die keine Familie haben sind Auszeiten wichtig. Zeiten, ich denen ich nicht zur Verfügung stehe. Selbst Jesus hat sich immer wieder solche Aus-Zeiten gegönnt. Hat sich in die Einsamkeit zurückgezogen, um mit sich selbst und seinem Vater im Himmel alleine zu sein. Auch wenn die Menschen in Scharen zu ihm drängten und ihn suchten. Selbst Jesus konnte sich nicht um alle und jeden gleich viel auf Erden kümmern. Das übersehen wir oft. Wer das verlangt, verlangt Übermenschliches. Auch Jesus, der Sohn Gottes, war gleichzeitig ein Mensch wie wir. Er hat viele andere mit in sein Boot geholt. Er wusste, dass wirkliche Begegnungen nur stattfinden, wenn ich regelmässig für meine eigene Quelle sorge, um nachzuschöpfen. Jesus lehrt mich, wie wichtig es ist, sich auch abgrenzen zu dürfen. Sich regelmässige Aus-Zeiten zu gönnen. Selbst auf die Gefahr hin, dass andere es nicht verstehen. Niemand kann ständig nur geben. Danke, lieber Jesus, dass du mich heute neu daran erinnerst. Hoffentlich gönnen auch Sie sich regelmässig Aus-Zeiten. Zeiten, in denen Sie innerlich auftanken und Sie keiner stören darf. Auch zuhause nicht. Wer nur funktioniert, von einem zum anderen hetzt, sich zwischendrin nicht mal in Ruhe hinsetzt, um bewusst Luft zu holen, aufzuatmen und vielleicht einen Kaffee oder Tee zu trinken, der wird nur noch ein Getriebener. Bis er gar nicht mehr merkt, dass er innerlich nur noch ein Gejagter ist. Keiner lässt sich gerne jagen. Auch Rehe nicht. Das habe ich vor 2 Monaten mit Freude beobachten können. Schade, dass Sie nicht dabei waren. Völlig friedlich und entspannt lagen vier Rehe im Garten des Nachbarhauses, in dem niemand daheim war. Jeder war mit sich selbst beschäftigt. Das eine Reh schaute interessiert in die Umgebung. Vielleicht hielt es Wache, ob jemand kommt. Das nächste döste einfach vor sich hin. Das andere putzte sich. Das letzte hielt Ausschau danach, wo es wohl leckeres Futter gibt. So lagen sie dort eine ganze Zeitlang. Dann erhob sich ein junges Reh und spazierte im Garten herum. Bis es aus dem Blickfeld geraten war. Doch das störte die Mutter nicht. Sie blieb ruhig und entspannt liegen. Ohne Sorge um ihr Kleines. Auch wenn ich zwischendrin dachte: Jetzt wird es aber Zeit, dass du dich mal um dein Junges kümmerst. Aber das sah das Reh völlig anders. Mich hat das sehr nachdenklich gemacht. Das Mutter-Reh hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auch mal alle Fünfe gerade sein zu lassen. Zu vertrauen, dass der andere gewisse Dinge auch ohne mich schafft. Ich muss mich nicht immer für alles verantwortlich fühlen. Auch wenn es für den anderen leichter ist. Danke, liebes Reh, dass ich Dich dabei beobachten durfte und Du mich das gelehrt hast. In diesem Sinne uns allen ein gutes Wochenende. An denen wir uns und anderen Aus-Zeiten zugestehen. Auch für Gebet und Gottesdienste. Ob live oder am Fernseher. Und wer am Wochenende arbeiten muss, sollte sich unbedingt Aus- Zeiten unter der Woche gönnen.

Danke, Herr, dass du mich gelehrt hast, wie wichtig Auszeiten sind. Auszeiten, um zu mir selbst und zu Gott zu finden. Um dann für andere wieder mit neuer Kraft zur Verfügung zu stehen. Hilf mir, dafür zu sorgen, dass ich nicht nur funktionieren muss, sondern auch mal alle Fünfe gerade sein lassen kann. Ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Lass andere erkennen, wie wichtig Aus-Zeiten für jeden von uns sind, damit es zu wirklichen Begegnungen kommt und der andere körperlich wie seelisch gesund bleibt. Amen.

Donnerstag, 14. Mai

Der Eisheilige Bonifatius hat uns nach der morgendlichen Kälte schönes Wetter beschert. Für mich ein Licht-Blick. Die Sonne scheint tagsüber. Als ob sie uns sagen wollte: Vergesst nicht bei all euren Sorgen und Problemen auf Erden, zwischendurch euren Blick immer wieder zum Himmel zu richten. Ich merke, wie wohltuend ein solcher Blick nach oben sein kann. Denn wer nur auf die Erde, auf den Boden schaut, der verliert unter Umständen den aus dem Blick, der unseren Blick weitet. GOTT. Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich die Weite des Himmels. Ich liebe diese Weite. Sie eröffnet mir eine andere Dimension. Eine Dimension, die über meinen eigenen Horizont hinausgeht und mich eine Wirklichkeit erahnen lässt, die nichts mehr mit unserer engen und manchmal auch kleinkarierten Welt zu tun hat. Eine Weite, die mich auftamen und staunen lässt. Aber auch eine Weite, die mir Angst machen kann. Weil ich sie hier auf Erden weder kenne noch gewohnt bin. Die Probleme, die hier unten bestehen, gibt es dort oben sicher nicht.

Doch solange wir hier auf Erden leben, bleibt es für uns die Kunst, sich mit vielem zu arrangieren und manchmal auch zufrieden geben zu müssen. Selbst wenn uns manches vielleicht nicht passt. Auch zu Corona-Zeiten. Vielen gehen die Lockerungen nicht schnell genug. Sie fordern noch mehr. Nicht wenige wollen ihr altes Leben zurück. Wie vor Corona-Zeiten. Auch wenn sie wissen, dass das nicht geht. Vernunft, Besonnenheit und Rücksichtsnahme aus Nächstenliebe sind weiterhin gefragt. Auch zu den Gottesdiensten in den Kirchen unserer Pfarreiengemeinschaft. Überall hängen Plakate. Sie weisen auf Verhaltensregeln hin, an die wir uns in nächster Zeit gewöhnen werden müssen. Nur das Wichtigste möchte ich an dieser Stelle erwähnen. In jeder Kirche ist aufgrund der unterschiedlichen Grösse nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen. Ausserdem gilt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern. Das Eintragen in eine Liste mit Namen und Telefon-Nummer ist ebenfalls verpflichtend, um im Notfall die Infektionskette verfolgen zu können. Sowie die Empfehlung eines Mund-Nasen-Schutzes. Gewöhnungsbedürftig ist sicher auch, dass sich nach dem Gottesdienst keine Grüppchen bilden dürfen. Auch wenn der Wunsch danach besteht. Um über das Schutzkonzept und seine Regeln voll informiert zu sein, lesen Sie bitte den kommenden Pfarrbrief. Dort ist alles ausführlich beschrieben.

Die sog. Willkommensdienste oder Ordner, früher sog. Kirchenschweizer, sorgen dafür, dass die Regeln eingehalten werden. Sie dienen auch dazu, eventuelle Unsicherheiten aufzufangen, die bei allem, was neu ist, entstehen können. Auch für die Ordner ist der Dienst keine leichte Aufgabe. Deshalb wäre es sehr wünschenswert, wenn diese Dienste auch allgemeine Akzeptanz finden. Sie tun ihren Dienst nicht, um andere zu ärgern, wenn sie auf die Einhaltung der Regeln drängen, sondern ermöglichen es, dass in unserer Kirche überhaupt wieder Gottesdienste stattfinden können. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir brauchen sie dringend.

Die Erfahrungen nach den ersten Gottesdiensten in unserer Pfarreiengemeinschaft zeigen uns, dass es bisher gut klappt. Auch wenn so manches sicher noch gewöhnungsbedürftig ist und sich erst einspielen muss. Deshalb tut es allen gut, wenn wir als Christen rücksichts- und verständnisvoll miteinander umgehen. Überlegt und besonnen handeln. Und uns gegenseitig durch ein freundliches Miteinander helfen, diese durch die Krise bedingte schwere Zeit zu bestehen, durchzuhalten und zu überwinden. Ich danke allen an dieser Stelle, die dazu beitragen. Wir hoffen auf ein ebenso gutes Gelingen am Wochenende.


Danke, Herr, dass wir uns wieder in deinem Gotteshaus versammeln dürfen. Wenn auch anders als gewohnt. Viele sind in ihrer Sehnsucht nach dir gestärkt worden. Sie haben neue Kraft empfangen. Segne alle, die ihren Dienst dort verrichten. Bleibe auch bei denen, die nicht am Gottesdienst teilnehmen können und stärke sie auf ihrem Weg. Amen.

Mittwoch, 13. Mai

Schön, dass die Tage zur Zeit wieder länger werden. Um 21.25 Uhr ist es noch hell draussen. Wenigstens so hell, dass ich genügend erkennen kann. Die Vögel sitzen in den Koniferen und kommunizieren miteinander. Was sie sich wohl alles zu erzählen haben? Vielleicht von den Erlebnissen des Tages. Hoffentlich haben Sie auch jemanden, mit dem Sie sich austauschen können. Über das, was Sie am Tage erlebt haben. Oder was Sie gerade beschäftigt. Wenn nicht, dann dürfen Sie auch mutig genug sein, jemanden anzurufen.Vor allem in Corona-Zeiten. Manchmal genügt es auch, sich einfach Gott anzuvertrauen. ER ist der beste Zuhörer, den ich kenne. Er fällt Ihnen nicht einfach ins Wort und sagt: Das habe ich auch schon erlebt, indem er dann anfängt von sich selbst zu erzählen. Nein, ER lässt Sie Ihr Herz ausschütten, bis es ganz leer ist. Und Sie alles gesagt haben. Sein Ohr ist immer geöffnet für Sie. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und wenn Sie sich bei ihm ausgesprochen haben und ganz still werden und lauschen, vielleicht hören Sie Gott dann sogar reden. Weil Sie ein Gespür dafür entwickelt haben, was Gott Ihnen sagen will.

Mittlerweile ist es draussen ganz still geworden. 21.50 Uhr. Der Tag ist auch für die Vögel zu Ende gegangen. Wenn sie morgens zwischen 4 und 5 wach werden, bleiben ihnen 6 bis 7 Stunden Schlaf. Ob das allen Vögeln reicht, weiss ich nicht. Wahrscheinlich haben sie auch ein unterschiedliches Schlafbedürfnis wie wir Menschen.


In jungen Jahren brauchen wir mehr Schlaf als im Alter. Von vielen Älteren höre ich, dass sie mit zunehmendem Alter immer weniger Schlaf brauchen. Viele alte Menschen gehen spät schlafen und stehen morgens wieder früh auf. Morgenstund hat Gold im Mund. Auch mein Schlafbedürfnis ist unterschiedlich. Je nachdem wie gut ich die Nächte davor geschlafen habe, brauche ich 6-8 Stunden Schlaf. Weil Gott wusste, wie wichtig der Schlaf für uns ist, hat er die Nacht geschaffen. In Gen 1,4-5 heisst es: Dann trennte Gott das Licht von der Dunkelheit und nannte das Licht Tag, die Dunkelheit Nacht. Die Nacht, in der wir schlafen und zur Ruhe kommen dürfen. Und unsere Seele Zeit findet, die Geschehnisse des Tages zu verarbeiten. Wer unter Schlafstörungen leidet, weiss dass Schlaf etwas ganz Kostbares ist und nichts Selbstverständliches. Ich kenne Etliche, die schlecht einschlafen können oder nachts wenig bis gar keinen Schlaf finden. Dann kann die Nacht zur Qual werden. Wohl dem, der zu jeder Zeit und an jedem Ort schlafen kann. Wir kennen das Sprichwort: „Der Herr gibt es den Seinen im Schlaf“. Im Schlaf kommen mir die besten Gedanken. Im Schlaf vertraue ich mich Gott an. Dass ich am nächsten Morgen wieder aufwache. Denn im Schlaf bin ich dem Tod am nächsten. Auch wenn ich mir dessen nicht immer bewusst bin. Der Schlaf wird auch der kleine Bruder des Todes genannt. Während ich in die Nacht schaue, kommen mir die Menschen in den Sinn, die Nachtschicht haben. Viele erzählen, was für eine Umstellung es für den Körper bedeutet, bis er sich an den anderen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt hat. Wer kann, sollte die Nacht nicht zum Tage machen. Um am nächsten Morgen mit neuer Kraft und hoffentlich ausgeschlafen in den Tag zu gehen. Ich wünsche Ihnen und mir eine geruhsame Nacht und einen erholsamen Schlaf.

Danke, Herr, für die Ruhe der Nacht und den Schlaf. In der meine Seele Zeit findet, das, was ich am Tage erlebt habe, zu verarbeiten. Danke, Herr, dass ich mich dir im Schlaf anvertrauen darf und Du über mich wachst. Lass alle, die nicht schlafen können, sich als Kind Gottes von dir in den Schlaf wiegen. Schenke uns allen eine ruhige und erholsame Nacht und gute Träume. Lass uns alle morgen wieder froh und gesund aufwachen. Amen.


Dienstag, 12. Mai

Heute hat der Eisheilige Pankratius das Sagen. Er hat die Sonne mit ins Boot geholt. Eine gute Idee von ihm. Wenn es schon bitterkalt ist im Mai, um die 2 Grad heute morgen, dann macht er uns eine Freude, wenn wenigstens die Sonne scheint. Auf meinem Balkon bewegt sich ununterbrochen mein kleines Windrad. Es steckt in einem Blumentopf und zeigt mir zuverlässig, aus welcher Richtung der Wind kommt. Kalter Ostwind. Auch wenn ich ihn nicht sehen kann, bekomme ich ihn zu spüren. Bei warmen Temperaturen umspielt er angenehm mein Gesicht. Doch heute morgen in der Kälte fühlt es sich ganz anders an. Der Wind schneidet meine Haut. Doch wir brauchen den Wind. Der hl. Franziskus hat im Sonnengesang Gott auch durch den Wind entsprechend gewürdigt. Gelobt seist du, mein Gott, durch Bruder Wind. Durch Luft und Wolken und jegliches Wetter“. Wind ist Energie. Sie treibt uns an und bewegt uns. In Gedanken sehe ich die vielen Windkrafträder in der Natur vor mir. Sie nutzen die Energie des Windes und erzeugen Strom. Auch wenn sie zum Teil die Bilder unserer schönen Landschaft zerstören, halte ich sie für sinnvoll und umweltfreundlich. Auch die Windmühlen kommen mir in den Sinn. Selbst heute noch gibt es sie in unserer Umgebung. Zum Beispiel in Lechtingen. Sie erinnern uns an vergangene Zeiten. Wie durch die Kraft des Windes nicht nur ihre riesigen Flügel in Bewegung gesetzt wurden, sondern im Innern gleichzeitig dadurch auch die Mühlsteine in Gang kamen. Zwischen den Mühlsteinen wurde dann das Korn zu Mehl zermahlen, aus dem Brot gebacken wurde. Mich faszinieren Windmühlen. Erstaunlich, was sie allein aus der Kraft des Windes vermögen. Der Wind weckt noch andere Assoziationen in mir. Ich liebe Rückenwind beim Radfahren. Sie sicher auch. In Windeseile bewege ich mich dann vorwärts. Ich denke an meinen ersten Segelflug als Gastfliegerin. Segelflieger brauchen Aufwinde, um in die Luft kommen. Ein unvergessliches Erlebnis. Wir kennen alle das Sprichwort „Der Wind weht, wo er will!“ Das steht schon in der Bibel. „Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Brausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt“ (Joh 3,8). Oder viel Wind um nichts machen. Sie haben sicher noch andere Assoziationen und Sprichwörter.

Gleichzeitig verbinde ich mit dem Wind den Hl. Geist. Interessant ist, dass die alten Sprachen für Wind und Geist dasselbe Wort verwenden. Auch der Heilige Geist weht, wo er will. Wie der Wind. Und genauso wenig, wie wir den Wind sehen können, können wir Gott sehen. Aber wir können sein Wirken spüren. Durch die Kraft des Hl. Geistes. Die uns antreibt und bewegt, Gutes zu tun. Auch in Corona-Zeiten wird für mich die Kraft des Hl. Geistes erfahrbar. Die Verantwortlichen der einzelnen Gemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft haben mit viel Ideenreichtum und Engagement die Anweisungen und Vorschriften des Bischofs für die Teilnahme der Gemeindemitglieder an den Hl. Messen umgesetzt. In den nächsten Tagen werde ich Näheres berichten. Wir alle leben aus der Kraft des Hl. Geistes. Auch von seinem Ideenreichtum und seiner Kreativität. Ich auch. Ohne ihn könnte ich gar nicht dieses Tagebuch schreiben. Jeden Tag neu lasse ich mich vom Geist Gottes inspirieren. Manchmal bin ich selber verwundert, was dabei heraus kommt. Lassen wir uns gemeinsam vom Wind, vom Geist Gottes beleben. Uns seinen frischen Wind um die Ohren wehen, damit unser Kopf wieder frei wird von allem, was uns am Leben hindert. Möge der Hl. Geist in uns und um uns herum wirken.

Danke, grosser Gott, für die Kraft des Windes, die uns zum Leben dient. Danke für den Hl. Geist, der uns immer wieder neu in Bewegung setzt und zum Guten antreibt. Antreibt, auch Neues auszuprobieren. Danke für deine Kraft des Hl. Geistes, die uns hilft in den Herausforderungen unseres Lebens nicht mutlos zu werden. Lass uns durch den Glauben an die Kraft deines Hl. Geistes mit Mut und Ideenreichtum Krisen überwinden. Auch die Corona-Krise. Amen.

Montag, 11. Mai

Im Vergleich zu den Tagen davor ist es kalt und ungemütlich draussen. Auf die Eisheiligen ist Verlass. Sie kommen pünktlich. Mir scheint, dass die alten Bauernregeln nichts von ihrer Gültigkeit verloren haben. Nachts müssen wir unter Umständen noch mit Frost rechnen. Ein wahrer Kälteeinbruch. Während wir gestern noch geschwitzt haben, bei schwülen und drückenden Temperaturen um die 26 Grad, sind sie heute auf nur 12 Grad gesunken. Was für eine Umstellung für den menschlichen Körper. Besonders die Älteren unter uns, die Wetterfühligen, werden es spüren. Aber nicht nur für die Menschen, auch für die Pflanzen- und Tierwelt ist es eine Umstellung. Selbst die Vögel singen heute leiser als sonst. Vielleicht ist ihnen die Lust aufs Singen vergangen. Vielleicht verschluckt aber auch der Wind, das himmlische Kind, den Gesang der Vögel. Dank des Windes ziehen die dunklen Wolken am Himmel schnell vorüber. So dass kein Regen fällt. Dabei täte es der Natur gut. Zwischendrin schaut immer wieder kurz die Sonne hervor.

Bekommen Sie die Eisheiligen noch auf die Reihe? Auch ich muss jedes Mal neu überlegen Fast alle tragen Namen, die aus der Zeit gefallen sind. Der richtigen Reihenfolge entsprechend, vom 11.-15 Mai, heissen sie: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sofie. Wie sie im Volksmund heisst. Die Eisheiligen waren Bischöfe oder frühchristliche Märtyrer. Sie lebten im 3., 4. oder 5. Jahrhundert nach Christus. Mamertus, ein französischer Bischof in Vienne, im 5. Jahrhundert, wird in unserer kath. Kirche als Heiliger verehrt. Er führte die Bittprozessionen um eine gute Ernte ein. An den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt. Schön, dass Kloster Oesede diesen Brauch übernommen hat und dort heute noch eine Bittprozession durch die Flure stattfindet. Pankratius war ein frühchristlicher Märtyrer im 3. Jahrhundert in Phrygien. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Der alles Beherrschende“. Servatius lebte im 4. Jahrhundert. Er war der erste Bischof im heutigen belgischen Tongeren. Später verlegte er seinen Bischofssitz nach Maastricht, wo er kurze Zeit später verstarb. Servatius wird bei Fussleiden, Frostschäden, Rheumatismus und Rattenplagen angerufen. Bonifatius, ein römischer, altkirchlicher Märtyrer, wurde im 4. Jahrhundert in Tarsus getötet. Zur Zeit der Christenverfolgung. Bonifa- tius war ursprünglich Heide. Liess sich aber später taufen und bekannte sich zum Christentum. Der Name Bonifatius stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Wohltäter. Sophia von Rom ist eine frühchristliche Märtyrerin des 4. Jahrhunderts, die ebenfalls zur Zeit der Christenverfolgung starb.

Wir alle wissen, wie wichtig eine gute Ernte für die Bauern ist. Für viele ist es jedes Jahr ein Überlebenskampf. Ein Hoffen und Bangen, wie gross die Ernte sein wird. Doch nicht nur für die Bauern. Auch für uns. Wie schnell kann durch Nachtfrost die Ernte des Winzers oder Obstbauern von heute auf morgen vernichtet werden. Damit das nicht passiert, mag so mancher ein Stossgebet zum Himmel richten. Wie schön, dass wir in Gott ein Gegen-über haben, den wir um alles, wirklich um alles bitten können. Und dem kein Anliegen zu gering ist.


Himmlischer Vater. Du hast versprochen, dass Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht aufhören sollen. Du willst allezeit für uns sorgen. Dir sei Dank dafür. Gib, dass die gewachsene Ernte ausreifen kann. Ohne Schaden zu nehmen. Gib, dass die Bauern und Winzer ihre Ernte sicher einbringen können. Amen.



Sonntag, 10. Mai

Es 6.00 Uhr am Morgen. Heute ist Muttertag. Die Vögel sind schon lange wach und singen allen Müttern ein Ständchen. Selbst der Frosch im Teich des Nachbarn stimmt mit ein. So laut und oft wie jetzt habe ich ihn noch nie quaken hören. Er gibt wirklich sein Bestes. Auf einmal sehe ich Wildgänse am Himmel fliegen. Geräusche, die ich hier eher selten wahrnehme. Wahrscheinlich sind sie auch auf dem Weg zu ihrer Mutter. Plötzlich höre ich einen Schuss im Wald. Obwohl, wenn ich richtig informiert bin, eigentlich Schonzeit ist. Hoffentlich ist den Rehen nichts zugestossen. Wie furchtbar ist es für eine Mutter, wenn ihren Kindern was zustösst. Aber auch umgekehrt: Wie schlimm ist es für Kinder, wenn ihrer Mutter was zustösst.

Meine Gedanken kehren zurück zu meiner eigenen Mutter. Sie ist längst gestorben. Wie oft hat sie im Alter zu mir gesagt: „Ich weiss gar nicht, wie ich das früher alles geschafft habe Das frage ich mich heute auch. 3 Kinder, voll berufstätig, Haushalt und Familie. Für meine Mutter stand fest, dass sie das nur mit Gottes Hilfe geschafft hat. Und so denke auch ich. 

Als ich Kind und Jugendliche war, selbst später noch, habe ich vieles selbstverständlich genommen, was meine Mutter für mich getan hat. Erst im Laufe der Jahre ist mir klar geworden, was sie alles geleistet hat und wieviel ich ihr zu verdanken habe. Wenn ich aufzählen würde, was Mütter alles für ihre Kinder tun, bliebe meine Liste immer unvollständig.

Wie habe ich das alles geschaft!“ Diesen Satz höre ich auch von vielen anderen Müttern. Gerade die ältere Generation hat ihre Kinder unter schweren Bedingungen auf die Welt gebracht und gross gezogen. Mütter leisten unglaublich viel. Auch jetzt zu Corona-Zeiten, waren es vor allem die Mütter, die noch mehr als sonst leisten und auffangen mussten.

Ich hoffe, dass Sie auch eine Mutter haben oder hatten, zu der Sie aufschauen können. Wenn nicht, dann wenigstens eine andere Person, die für Sie Mutterersatz war.

Manche erkennen erst, was ihre Mutter alles für sie getan hat, wenn sie selber Mutter sind. Mütter wollen für Ihre Kinder immer nur das Beste. Das bekomme ich immer wieder bestätigt: Ich wollte, dass es meinen Kindern einmal besser geht als mir selber. Wieviele Mütter opfern sich für Ihre Kinder auf. Was sie tun, ist unbezahlbar. Sie sind Tag und Nacht im Einsatz. Kennen keinen Feierabend und keinen Feiertag. Es gibt, denke ich, keine stärkere Bindung als die Mutter-Kind-Bindung. Das Band der Liebe zwischen Mutter und Kind ist in der Regel so stark, dass sie ein Leben lang verbunden bleiben. Auch über den Tod hinaus. Das spüre ich auch bei meiner eigenen Mutter.

Wie wichtig die Mütter in unserem Leben sind, darum wusste auch Gott. Er hat die Mütter erfunden und seinem eigenen Sohn Jesus Christus eine liebevolle und fürsorgliche Mutter zur Seite gestellt. Maria war immer für ihn da. Auch wenn sie ihren Sohn nicht immer verstanden hat. Wir erinnern uns. Als sie ihn 3 Tage voller Angst gesucht hat. Als Antwort bekam sie nur: „Wusstet ihr nicht, dass ich im Hause meines Vaters bin“. Wahrscheinlich kennen Sie das! Eine Mutter bleibt ein Leben lang in Sorge um ihr Kind. Auch wenn es längst erwachsen ist. Zum Mutter-Sein gehört aber auch noch etwas anderes: Kinder ihre eigenen Wege gehen zu lassen. Das fällt besonders schwer, wenn sie andere Wege gehen, als wir selber das für richtig halten. Maria ist ein Leben lang zu ihrem Sohn gestanden. Auch unter dem Kreuz. Als es ihr das Herz brach. Eine gute Mutter lässt ihr Kind nicht im Stich. Ganz gleich, was geschieht und was es getan hat. Schön, wenn Kinder es zu schätzen wissen, was ihre Mutter alles für sie getan hat. Und es ihr auch zeigen. Nicht nur heute am Muttertag, sondern darüberhinaus. Ich hoffe, Sie konnten es heute wieder erfahren.

Danke, Gott, für meine Mutter, die du mir gegeben hast. Danke, dass sie immer für mich da war oder auch jetzt noch da ist. Danke, dass sie für mich ihr Bestes gegeben hat. Stelle denen, die keine gute Mutter haben oder hatten, Menschen zur Seite, die sich wie eine gute Mutter um sie sorgen. Amen.

Freitag, 8. Mai

Freitagabend. Wochenende. Ich bin daheim und atme auf. Hier kommt meine Seele zur Ruhe. Hier kann ich meinen Tagebuch-Gedanken freien Lauf lassen. Hier fliessen sie. Umgeben von der Ruhe und Schönheit der Natur. Sie hat sich heute mal wieder in ihrem schönsten „Kleid“ gezeigt. Wen wundert es da, dass auch ich mich nach einem neuen „Kleid“ sehne. Mit frohen und hellen Farben. Nach der dunklen Jahreszeit. Ich sehe es schon in Gedanken vor mir. Ein buntes „Kleid“ oder „Gewand“. Dafür muss ich mir aber nichts Neues kaufen. Auch Altes kann wie neu sein. Gerade jetzt, wo die Frühlingsgarderobe der Wintergarderobe weichen muss. Und siehe, da kommt so manch altes Schätzchen zum Vorschein. Manches davon hatte ich lange nicht mehr in der Hand. Und längst vergessen, dass ich es überhaupt besitze. Ich freue mich darüber, was alles zum Vorschein kommt. Bestimmt kennen Sie das, oder? Welches ist Ihr schönstes Kleidungsstück? Oder haben Sie mehrere?


Frühling, Zeit der Veränderung. Auch zu Corona-Zeiten verändert sich zurzeit sehr viel. Lockerungen sind in Kraft getreten. Viele haben auf Veränderungen gedrängt. Die meisten Geschäfte haben wieder geöffnet. Ab nächster Woche wird noch mehr möglich sein. Auch die Gottesdienste in unseren Kirchen dürfen ab kommenden Montag wieder stattfinden. Wenn auch unter strengen Regeln. Sie sind unbedingt einzuhalten. Um Risikogruppen weiterhin nicht zu gefährden. Viele sind froh und dankbar dafür.


Frühling – Zeit der Veränderung. Ich liebe es, von Zeit zu Zeit meine Wohnungseinrichtung zu verändern. Einfach mal die Deko zu ändern. Oder auch mal andere Bilder hinzuhängen. Andere Kissen oder Tischdecken aufzulegen. Mit Kleinigkeiten lässt sich viel erreichen und die Wohnung wirkt wie neu. Ist sie aber nicht. Ich habe nur vorhandene Sachen ausgewechselt.


Wichtiger als äussere Veränderungen sind mir innere Veränderungen. Bei unserer Taufe haben wir das Taufkleid angelegt bekommen. Als Zeichen dafür, dass wir Christus angezogen haben. Manche haben dieses Kleid inzwischen wieder abgelegt. Sie haben es innerlich in irgendeiner Ecke verschwinden lassen. Der Frühling lädt uns dazu ein, auch unser Kleid des Glaubens neu zum Vorschein kommen zu lassen. Es zu entstauben und wieder neu zum Leuchten und Strahlen zu bringen. Damit die Menschen es sehen und seine Wirkung spüren können.


Wie wichtig Veränderungen in unserem Leben sind, wissen wir alle. Ohne innere und äussere Veränderungen erstarrt alles. Wirkt alles wie tot. Leben geht immer mit Veränderungen einher. Auch unser Glaubensleben. Sorgen wir dafür, dass auch unser Glaube immer wieder Nahrung bekommt, damit er wachsen kann. Damit er aufblühen kann wie die Natur, die sich zur Zeit in ihrem schönsten Gewand zeigt. Ich wünsche uns allen, dass unser Glaube immer mehr wächst, wir ihm Nahrung geben und ihn liebevoll hegen und pflegen. Ihnen allen ein schönes Wochenende! 


Herr Jesus Christus, in der Taufe sind wir Kinder Gottes geworden.

Ein kostbares Geschenk. Gib, dass wir dieses Geschenk nicht achtlos beiseite legen.

Lass uns an dieses Geschenk immer wieder erinnern und es in die Mitte unseres Lebens stellen.

Gib, dass wir uns um unseren Glauben liebevoll kümmern. Dass wir ihn hegen und pflegen wie eine Pflanze, damit er weiter wachsen kann und gross und stark wird.

Gib, dass unser Glaube den Stürmen unseres Lebens standhält. Amen.

Donnerstag, 7. Mai

Auf meinem Balkon sehe ich um die Mittagszeit unten eine Katze sitzen. Auf der Terrasse meines Nachbarn. Offensichtlich fühlt sie sich ungestört. Mein Nachbar ist nicht zu Hause. Auf einmal entdeckt sie mich und schaut verdutzt nach oben. Als ob sie mich fragen wollte: Was machst du denn da? Verschwinde! Mussten Sie sich schon mal vor einer Katze rechtfertigen, warum Sie da wohnen, wo Sie wohnen? Die Katze tut so, als ob ihr hier alles gehört. Dabei zahlt sie im Unterschied zu mir weder Miete noch Grunderwerbssteuer. Sie geht davon aus, dass für sie alles umsonst ist. Geschenkt. Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr muss ich ihr Recht geben. Hat Gott uns nicht letzten Endes alles geschenkt. Umsonst. Also lasse ich der Katze das Gefühl, dass ihr alles gehört. Sie gefällt mir. Auch wenn ich nicht viel mit ihr gemeinsam habe. Ausser den grünen Augen. Sie hat ein goldbraunes, schwarz-weisses Fell. Ihr scheint es gut zu gehen. Sie ist wohl genährt. Immer wieder richtet sie ihren Blick nach oben. Ob ich noch da bin. Mit ihrem dicken Katzenbuckel sitzt sie da und schaut angestrengt ins Gebüsch. Auf der Suche nach Sinn. Der für sie darin besteht, Mäuse zu jagen.


Tagebuch unserer Pastoralreferentin Angelika Tautz während der Corona-Krise

Eingereicht von ansgar am 31. Mär 2020 - 09:45 Uhr
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Liebes Gemeindemitglied,

ich habe mir vorgenommen, während der Einschränkungen in der Corona-Krise, mehr oder weniger regelmäßig, Tagebuch zu schreiben und Ihnen mitzuteilen, wie ich versuche diese Krise zu meistern. Vielleicht haben Sie Lust, Zeit und Interesse, mich dabei in Gedanken zu begleiten und mir vielleicht zurück zu schreiben, wie es Ihnen damit geht. 

Angesichts des Todes neu leben lernen

Auch ich bin seit einiger Zeit in der Corona-Krise auf mich selbst zurück geworfen. Da ich es immer schon gut mit mir selbst aushalten konnte und mich selbst zu beschäftigen wusste, fällt mir zur Zeit noch nicht die Decke auf den Kopf.


Heilige Messe aus unserer Pfarreiengemeinschaft

Eingereicht von markus am 29. Mär 2020 - 12:53 Uhr

Liebe Gemeindemitglieder,

die Priester unserer Pfarreiengemeinschaft feiern täglich ohne Öffentlichkeit eine Heilige Messe. 

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, an einem Sonntagsgottesdienst teilzunehmen.

Stellvertretend für alle Priester unserer Pfarreiengemeinschaft stellen wir Ihnen die Gottesdienste mit Pastor Brinker hier zur Verfügung.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, während des Gottesdienstes mitzubeten und mitzusingen. 

Wir versuchen Ihnen auch in den nächsten Wochen und speziell in der Karwoche Gottesdienste anbieten zu können.

… und bis wir uns wieder gemeinsam zur Feier der Heiligen Messe in unseren Kirchen wiedersehen.
Bleiben Sie gesund.


Was hilft mir, die Corona-Krise zu bestehen - Gedanken von Angelika Tautz, Pastoralreferentin in unserer Pfarreiengemeinschaft

Eingereicht von ansgar am 27. Mär 2020 - 17:19 Uhr
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Liebes Gemeindemitglied, seit Menschengedenken gab und gibt es Krisen. Schon das Alte Testament ist voll davon. Ich denke z.B. an die Sintflut, an die Heuschreckenplage, aber auch an die beiden Weltkriege oder die Spanische Grippe, die eine immens hohe Zahl an Menschenleben gefordert hat.

Dennoch macht es für mich einen Unterschied, ob ich über eine Krise, bei der ich nicht selber dabei war, etwas lese bzw. erfahre oder wie jetzt, wir alle mitten in einer Krise stecken, der Corona-Krise, von der wir noch nicht wissen, wie wir sie bestehen. Eine Krise, der sich keiner mehr entziehen kann, da sie nicht nur einige wenige betrifft, sondern jeden einzelnen auf der ganzen Welt.


Macht mit! Stellt um 19.30 Uhr eine Kerze in Euer Fenster!

Eingereicht von et am 27. Mär 2020 - 12:28 Uhr
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Eine Kerze im Fenster!

Eine Kerze im Fenster für alle, die sich fürchten, die verunsichert sind, für die Einsamen und die Kranken.
Ein leuchtendes Zeichen: Ihr seid nicht allein!

G O T T    ist    d a .     I H M   dürfen wir vertrauen.     E R   hält uns und die ganze Welt in seinen Händen.

Macht mit! Stellt um 19.30 Uhr eine Kerze in Euer Fenster!

Vielleicht betet Ihr ein Vaterunser und denkt an all die Menschen, die jetzt wie wir in ihrer Wohnung oder im Krankenhaus am Fenster stehen?

Setzen wir gemeinsam ein Hoffnungszeichen!

Eine Einladung vom Liturgischen Institut in Trier.

( Andrea Bensmann, Gemeindereferentin von Heilig Geist )


Palmsonntag einmal anders

Eingereicht von markus am 26. Mär 2020 - 19:22 Uhr

Hallo liebe Kinder,
überall sind die Geschäfte geschlossen und fallen Veranstaltungen aus. Leider betrifft das auch unsere Gottesdienste in den Kirchen.
In diesem Jahr müssen wir sogar auf alle Ostergottesdienste in den Kirchen verzichten.
Aber unser Diakon möchte uns den Palmsonntag einmal etwas anders näher bringen.
Außerhalb der Kirche mit einer Videobotschaft.

Schaut doch einmal rein. Hier ist der Link dazu:

Palmsonntag einmal anders

 


… und damit eure Eltern nicht traurig sind, dass es für sie nichts gibt, hier einige Gedanken für Erwachsene.

 

Gedanken zum 5. Fastensonntag

Gedanken zum 4. Fastensonntag

 


Einladung zu einem KiTa Gottesdienst

Eingereicht von markus am 26. Mär 2020 - 18:43 Uhr

Liebe Kita Kinder und Eltern,

außergewöhnliche Zeiten und außergewöhnliche Umstände erfordern auch außergewöhnliche Gottesdienste. Wir laden Euch ein zu einem „ #CoronaKitaGottesdienst , am Sonntag, zwischen 11 und 12 Uhr euch mit euren Familien zusammenzusetzen und gemeinsam Gott zu loben, zu danken und zu preisen.

Beginnt gemeinsam mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes +….


Nun ruft gemeinsam:
Zuerst die Eltern: Herr, erbarme dich, danach ihr Kinder: Christus, erbarme dich, anschließend alle zusammen: Herr, erbarme dich.

Dann zündet gemeinsam eine Kerze an und singt
Lied: Lasst uns miteinander …. Singen loben danken dem Herrn oder Unser Leben sei ein Fest
Im Gotteslob Nr 819

Betet jetzt gemeinsam , in dem einer vorliest:
Gebet:
Lieber Gott, in den letzten Tagen waren und sind wir alle zu Hause. Gemeinsam haben wir gespielt, gelacht und uns gestritten. Es ist gerade alles anders. Wir können nicht mehr auf dem Spielplatz spielen. Unsere Freunde können uns nicht besuchen. Die Musikschule und der gemeinsame Sport fällt aus. Lasst uns jetzt besonders glücklich sein, dass wir eine Familie haben. Amen.

Hören wir in dem einer vorliest: aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes:
In jener Zeit war ein Mann namens Lazarus krank. Er war ein besonderer Freund Jesu. Seine Schwestern waren auch mit Jesus befreundet, sie kannten sich sehr gut. Und Jesus erfuhr davon, dass sein Freund krank war und er ging zu ihm hin und wollte ihn trösten und bei ihm sein. Dass machte er so. Als er einige Tage bei ihm war musste er wieder mit seinen Jüngern weiterreisen. Auf dieser Reise erreichte Jesus dann die Nachricht, dass Lazarus wohl gestorben ist. Jesus war ganz traurig und kehrte um und ging wieder zu seinen Freunden. Er sah die Schwestern von Lazarus weinen, er weinte mit ihnen und tröstete sie in dem er sagte: Seht, er schläft nur. Glaubt an Gott und an mich – denn ich bin das Leben. Und so ging Jesus an das Grab seines Freundes Lazarus und dann sah er wie Lazarus auf Jesus zu kam und ihn umarmte. Beide freuten sich so sehr und gingen zurück zu Jesu Jüngern und den Schwestern von Lazarus und den Leuten. Alle waren froh. Sie lobten Gott, weil Lazarus doch wieder da war. Es war viel Freude da und sie saßen lange zusammen und feierten. So konnten viele Menschen an Gott glauben, weil sie nun wussten er lässt uns nicht alleine.
Frohe Botschaft unseres Herrn Jesus Christus!

Aktion: Liebe Kinder, nehmt euch nun ein Blatt Papier und Buntstifte oder ähnliches und malt :
   - Wo ihr traurig seid und euch jemand Mama / Papa/ Freund tröstet
   - Ein Kreuz in schönen hellen Farben, dass leuchtet
   - Viele Menschen, die miteinander feiern fröhlich sind.
(wenn ihr mögt, dürft ihr dann im Laufe der Woche diese Bilder in unsere Kirchen Peter und Paul, Heilig Geist, Maria Frieden und St. Johann bringen, Dort werden wir sie dann aufhängen, damit viele andere Leute auch Freude an euren Bildern haben).
Eure Eltern können euch sicher beim Malen helfen und gute Tipps geben.

Wenn ihr mit malen fertig seid dann singt wieder zusammen:
Lied: Gottes Liebe ist so wunderbar ….. mit den bekannten Gesten

Danach betet gemeinsam die
Fürbitten:
   1. Lieber Gott, danke, dass wir Freunde haben. Wir bitten dich erhöre uns
   2. Lieber Gott, sei bei allen, die krank sind. Wir bitten dich erhöre uns
   3. Lieber Gott, lass uns in unseren Familien lieb zueinander sein. Wir bitten dich erhöre uns.

Nun wollen wir gemeinsam die Hände hochheben und so beten wie alle jetzt zusammen beten, das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und steh uns bei in der Versuchung und erlöse uns von dem Bösen, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit . Amen

Danach lacht euch einmal alle ganz bewusst zu und an und wünscht euch Frieden und Gesundheit in dem ihr sagt: Der Friede sei mit dir !



Und dann betet gemeinsam zum Schluss in dem einer vorliest:

Lieber Gott, lass uns in dieser anderen Zeit lernen, miteinander zu spielen, zu erzählen und uns gegenseitig zu zuhören. Lass uns gerade in dieser Zeit, dass gemeinsame Lachen nicht vergessen. Lass uns wissen du Gott Jesus bist immer bei uns und beschützt uns. Und So segne Euch der liebende Gott, der Vater und Mutter ist, und der Sohn, der uns liebt und der Heilige Geist, der bei uns ist: Amen.


Eingeschränkte Beiträge für die Notbetreuung im Mai 2020 für unter Dreijährige

Eingereicht von markus am 20. Mär 2020 - 21:27 Uhr

Liebe Eltern,
wir hatten bereits Anfang Mai zum Thema, Elternbeiträge zur Notbetreuung, einen Aushang am Kindergarten gemacht. Die Stadt Georgsmarienhütte bitten noch einmal darum, alle Eltern zu informieren, dass nach Ablauf des Kindergartenjahres ggf. Elternbeiträge für die Notbetreuung von Kindern U 3 erhoben werden. Alle teilnehmenden kreisangehörigen Kommunen und der Landkreis halten ein einheitliches Vorgehen im Landkreis für erforderlich und die Option zur Erhebung von Elternbeiträgen für die Notbetreuung von beitragspflichtigen Kindern im Hinblick auf den Entwurf des Stufenplans zur Wiedereröffnung von Kindertagesstätten und Kindertagespflege und der deutlichen Ausweitung der Notbetreuung ab 11.05.2020 für erforderlich. Deshalb möchten wir sie noch einmal darüber informiert, dass nach Ablauf des Kindergartenjahres ggf. anteilige Elternbeiträge für die Notbetreuung ab 01.05.2020 erhoben werden.



Fahrt zur Waldbühne Ahmsen

Eingereicht von um am 01. Feb 2020 - 17:04 Uhr

24.06., Fahrt der Harderberger Frauen zur Frauenkundgebung und zur Aufführung „Die Passion“. Es spricht Frau Dr. Margot Käsmann. Abfahrt 12:00 Uhr ab Heideschänke. Anmeldung bei W. Kassen, Tel 6378, gegen Vorkasse von 20,00 €.


ABGESAGT! Zeltlager-Fans aufgepasst

Eingereicht von markus am 28. Jan 2020 - 20:15 Uhr

Zeltlager 2020 ist abgesagt!

Anmeldung für Jugendzeltlager St. Peter und Paul ab sofort möglich

Auch wenn es noch eine ganze Weile dauert, bis sich wieder mehrere Busse, beladen mit Kindern und Gruppenleitern, auf den Weg in das jährliche Zeltlager der Jugend St. Peter und Paul machen, können sich in den Schülerkalendern bereits jetzt die ersten zehn Tage der Sommerferien dick und fett markiert werden. Von Donnerstag, dem 16. bis Samstag, dem 25. Juli, geht es für alle Zeltlager-Fans aus Oesede und Umgebung auf den Zeltplatz nach Stolle im Kreis Göttingen. Angesagt sind dann wieder zehn Tage volles Zeltlager-Programm: In Zelten pennen, mit Freunden am Lagerfeuer sitzen, das Zeltlagerbanner vor Überfallern beschützen sowie ein buntes Programm bestehend aus Stationsläufen, Turnieren, Shows und vieles mehr.


Jahresprogramm 2020

Eingereicht von ansgar am 20. Jan 2020 - 10:20 Uhr
Bild 0 für Jahresprogramm 2020
In den beiden Dateien findet sich das Jahresprogramm 2020 der Kolpingfamilie Kloster Oesede

Neues vom Pfarrgemeinderat

Eingereicht von et am 28. Nov 2019 - 22:54 Uhr
Bild 0 für Neues vom Pfarrgemeinderat

In seiner Sitzung vom 12.11.2019 behandelte der PGR folgende Themen:

- Die Einübung des Krippenspiels übernimmt in diesem Jahr Stefanie Strothmann. Es soll in diesem Jahr wieder in seiner ursprünglichen Form aufgeführt werden.

- Am 08.12.19 findet wieder die Familienmesse besonders für Großeltern und ihre Enkel statt. Gleichzeitig feiern wir Kolping-Gedenkgottesdienst. Die Messdiener bieten nach

  der Hl. Messe selbstgebackene Plätzchen, Tee und Glühwein an.

- Die Tannenbaumaktion der Pfadfinder und Messdiener wird am 11.01.2020 durchgeführt.

- Der Kolumbariumausschuss hat getagt. Es wurden Ideen und Vorschläge gesammelt. Die nächste Sitzung findet am 13.01.20 statt. Für Anregungen sind wir sehr dankbar.

- Der PGR möchte die Bewohner des Overbergcarreés  und die Nachbarschaft der Heilig Geist Kirche zu einem Nachmittag der Begegnung am 26.04.20 ab 15.00 Uhr einladen.

  Zur weiteren Vorbereitung findet ein Runder Tisch am 20.01.20 statt.

- Der Schöpfungsgottesdienst in HG wurde sehr gut angenommen. Deshalb wird vorgeschlagen, ihn jährlich zu wiederholen, allerdings nur alle 2 Jahre mit Tiersegnung.

  Der nächste Schöpfungsgottesdient ( ohne Tiersegnung ) findet am 06.09.20 in HG statt.

- Die Gestaltung des Erntedankschmuckes in der Heilig Geist Kirche übernehmen ab 2020 Frau Kamphaus und Frau Hengelbrock ( Mitglieder des PGR ).

Wir danken den Frauen, die bisher die Kirche geschmückt haben.

- Die restaurierten Steelen wurden wieder aufgestellt und gesegnet. Da es sich um Friedenssymbole handelt, wird der Vorschlag gemacht, mit einer Tafel darauf hinzuweisen.

 Diese Anregung wird an den KV gegeben.

Termine:

31.12.19 - 14.00 Uhr: Ökumenischer Silvestergottesdienst vor dem Rathaus. Der PGR HG unterstützt mit Kaffee und Tee.

01.01.20 - 17.00 Uhr: Gemeinsamer Neujahrsgottesdienst der PGGO in P+P

18.01.20 -                   Gebetswoche für die Einheit der Christen

19.01.20 - 15.00 Uhr: Neujahrsempfang in der Auferstehungskirche

21.01.20 - 18.30 Uhr: Vorgezogener Holocaust - Gedenktag, Abendmesse in HG

23.01.20 - 19.33 Uhr: kfd-Karneval in HG

02.02.20 - 15.00 Uhr: Seniorenkarneval der KAB in HG

04.08.20                     Ökumenischer Gottesdienst anlässlich des Stadtgeburtstages Georgsmarienhütte 


Seniorenfreizeit im Wikinger Land an der Schlei

Eingereicht von dh am 22. Jun 2019 - 21:21 Uhr
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